verfängt sich jeden Tag gegen sechs
eine Biene im Fenster und brummt.
Es klingt erbost.
Jeden Morgen helfen wir ihr hinaus.

Natalie Goldberg, Autorin und Schreibtrainerin, sagt:
„Schreiben ist wie Laufen – je öfter Sie es tun, um so besser werden Sie.“
Von Juni 2016 bis Mai 2017 habe ich jeden Morgen ein Gedicht verfasst (max. 140 zeichen) und auf Twitter (@schreibsalon) publiziert. Hier findest Du eine Auswahl.
Der große Wagen.
Strahlend schön.
Aber leider im Halteverbot.
Gute Nacht, Ihr Sterngucker!
Geheimnisse
die ich einst mit Tante Frieda nur teilte
verstecke ich heute
zwischen den Blättern des Efeu
Besprechungen mit liebenswerten Menschen
am frühen Morgen muntern mich auf.
Heute hier so. Sehr fein.
Schönen Tag Euch!
Zivilisationssuppentopflärm
Flugzeuge Autos Motorräder
Die Schnellbahn
Kein Vogel
Kein anderer Tierlaut
Dann doch eine Krähe
Sie rettet mich
Es plätschert und rauscht
Sturmwind reißt an den Blättern
Ein Geruch von feuchtem Holz und Beton
steht in der Tür
Irgendwo sicher Sonne
Am Schreibtisch
Weiße Blätter, mit lila Tinte beschrieben
Die Armbanduhr, eine Tasse, die Brille
Ein Glas Münzen
Über dem Fenster graues Licht
Nach langem wieder
Mutters Brieföffner in der Hand
(ein Schwert aus Gretna Green)
Worte und Sätze im Kopf
die kein Brief mehr zusenden kann
Nachts offene Fenster (noch)
Der Himmel ist bleich
Wolken wachsen im Westen
Eine Krähe krächzt laut
Die anderen Vögel fiepen nur leise